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Sirrius 6



 
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PittyB
Gast






BeitragVerfasst am: 17.02.2007, 20:03    Titel: Sirrius 6 Antworten mit Zitat

Es war einer jener stillen Nächte auf Sirrius 6, die ich so hasste...ich saß in meinem Raumanzug etwas fernab des zivilen -Wohnblocks und beobachtete die Spiralnebel mit einem kleinen Fernrohr. Es gab auf diesem gottverdammten Vorposten hier im Kulanischen Imperium nichts das es sich mehr gelohnt hätte Tagsüber zu tun... Es war bitterkalt, trotz der Wärmeschicht in meinem Raumanzug, denn der die Sonne war hier nur sehr selten zu sehen und somit war es hier die meiste Zeit dunkel.

Nach einer weile stand ich auf und begab mich wieder zurück Richtung Wohnblock. Ich war etwa fünfhundert Meter von dem Eingangsportal zu dem einzigsten Lebensfreundlichen Bereich auf diesem Verdammten Planeten entfernt, als plötzlich über mir ein kleiner Kreuzer des Typs Valküre hinwegschoss .Ihm nachschauend eilte ich nun schnelleren Schrittes zum Portal wo man mich schon zu erwarten schien. Alles und jeder war in Hektik....

Ich entledigte mich meines Anzuges und eilte in meine Kabine. Dort angelangt nahm ich mir meine besten Kleidungsstücke und streifte mir sie so schnell es nur ging über. Es war ein Pullover und eine dunkelblaue Jeans. Sicher waren diese Klamotten nicht das was man unter vornehm verstehen würde, aber seit wir ununterbrochen von irgendeiner fremden Macht attackiert wurden, war es besser als der Rest um mich trug. Fertig umgezogen machte ich mich auf den Weg zu den Docks. Ich rannte beinahe ein kleines Graken Kind um das fröhlich mit einem Kleinen Ball vor sich spielte. Die Graken waren eines der neuen Völker, die wir beim Erschließen des Weltalls kennen gelernt hatten. Sie waren äußerst friedfertig und uns deshalb sehr gut gesinnt. Seit wir auf sie trafen hatten wir ein Abkommen mit ihnen, welches uns ihre ärztliche Kenntnisse zu Vorteilen machen lies und wofür sie unseren Schutz genossen...nun, wo war ich... ach ja, ich rannte also zu den Docks...dort angekommen führte ein Mechaniker der am Eingang der riesigen Hallen auf mich wartete zu dem Kreuzer...

"Endlich" , sagte ich zu dem Kapitän des Schiffes." wurde aber auch Zeit! haben sie das was ich vom Lager des Imperiums angefordert habe bei sich?". Er schüttelte den Kopf..."Leider konnten wir sie nicht per Funk erreichen, da irgend etwas den Funk zu blockieren scheint. Deshalb bin ich direkt mit etwas gekommen , das ihnen bis zum eintreffen der gewünschten Ware weiterhelfen könnte...". Ich begleitete ihn in den Frachtraum des Kreuzers und fand mehrere riesige Kisten vor. Nachdem mir ein Stemmeisen überreicht wurde warf ich einen prüfenden Blick in die Kisten und seufzte etwas...."Ein Schild, wenn ich mich nicht täusche?" Ich schaute dem Kapitän , welcher nur seinen Dienst erfüllte ins Gesicht und wartete auf eine Antwort. Dieser nickte nur und lächelte mich an. Ich verdrehte die Augen und seufzte, "Nun wenn’s denn nicht anders geht..." Ich rief ein paar Mechaniker und Arbeiter in das Schiff und gab ihnen die Anweisung die Fracht aus dem Kreuzer zu tragen und schnellstmöglich zu installieren..."Wann kommen dann die Waffen die ich beordert habe?" Er schien kurz überlegen zu müssen, meinte aber dann: "Nicht vor einem Monat." Wiedereinmal seufzte ich und nickte. "was bleibt mir anderes übrig als zu warten..." Ich bot dem Kapitän an , sich bei uns auszuruhen und zu stärken, er schüttelte aber den Kopf und meinte nur, ob er seinen Kreuzer Tanken könne. Nachdem ich ihn verabschiedet hatte ging ich wieder in meine Kabine.

Ich lag im Bett und betrachtete durch eines meiner Virtuellen Oberlichter die Sonne der Erde. Ach wie vermisse ich diesen verdammten Planeten doch. Ich weiß schon gar nicht mehr wie sich das anfühlt in einer lauen Sommernacht auf der Wiese zu liegen einen Halm im Mund und die Sternbilder zu betrachten. Ich schloss die Augen und versuchte mich daran zu erinnern.. Plötzlich ein Schlag. Ich sprang auf und saß auf der Bettkante, dann schaute ich zur Uhr über dem Eingang. Oh nein, nicht jetzt schon.. sie kommen immer häufiger in letzter Zeit...Ich zog mir etwas über und eilte zur Kampfstation.

"Kommander, sie greifen wieder an!" Ich nickte nur und sagte " Ich weiß..." Dann warf ich einen Blick auf den Schirm und musste Feststellen das die Mechaniker gute arbeit geleistet hatten. Der Schild war bereits aktiviert. Ich lies meine Blick über verschiedene Monitore schweifen und seufzte..."Es werden mehr..." Der Fähnrich stand immer noch neben mir und schaute mich fragend an. "Was sollen wir tun, Sir ?""Nun , jeder der noch nicht auf seinem Posten ist soll diesen unverzüglich einnehmen, aber sie sollen alle auf mein Kommando warten. Ich will einen Kampf unter allen umständen vermeiden," Ich schaute wieder über die Schirme, "es sind schon zu viele verletzt!" Er nickte und eilte davon.

Langsam lies ich mich in meinen in meinen Sessel gleiten, meinen Blick ununterbrochen auf den Bildschirmen. Es waren seltsame Wesen. Sie schienen das was bei uns als Kopf bekannt war in ihren Mägen zu tragen. Ab und an sah man die schleimige Haut dieser Wesen über den Kopf ziehen. Sie scheinen sehr viel Wasser zu benötigen, dachte ich mir. Ich lies die Kameras Standbilder der Kreaturen machen. Beim betrachten der Bilder schüttelte ich mehrmals den Kopf, was meine Mannschaft um mich herum etwas nervös zu machen schien, aber das war mir egal. Diese Wesen schienen nur Primitive Waffen zu besitzen. Aber wo nur kamen sie her? Sie mussten irgendwo hier auf diesem Planeten ihre Siedlung, oder etwas dergleichen haben, doch keiner der Spähtrupps konnte je etwas in der Art ausmachen. Ich saß noch eine Weile über den Bildern und studierte sie genau. Der Kampf , oder vielmehr der Angriff war schon eine Weile vorbei, als ich mich wieder in meine Kabine begab. Ich legte die Bilder der Kreaturen auf meinen Tisch und lies mir einen Kaffee replizieren...

Mit dem Kaffee n der Hand ging ich in Gedanken verschlungen in das Lazarett. Zum Glück hatten sich damals beim errichten des Außenpostens ein paar Graken dazu bereit erklärt uns zu unterstützen, trotz der Tatsache das es hier keine Gefahren gab. Ich musste kurz auflachen bei diesem Gedanken. “Pahh, keine Gefahren....“ gab ich von mir und ein paar der Graken sahen mich verwundert an . Ich nickte und betrachtete die Verwundeten. Es waren zwei Trupps von je zwanzig Mann Stärke gewesen. Sie waren auf den Planten geschickt worden um Rohstoffe für die Erweiterung des Basislagers zu suchen. Beide Truppen müssen überrascht worden sein, nur wenige der 40 Mann sind zurückgekehrt und liegen seitdem in einem künstlichem Koma um nicht aufgrund ihrer starken Schmerzen übermäßig Leiden zu müssen.
Ich sah mir die Akten der verbliebenen 12 Mann an und musste in meinem Bedauern feststellen, dass sie keine große Hoffnung mehr zu haben schienen. Wie verdammt noch mal konnte so etwas passieren? Dieser verflüchte Planet wurde von unten nach oben nach Lebewesen untersucht, nichts! Und dann so etwas.

Wieder in meiner Kabine angekommen legte ich einmal wieder auf mein Bett. Was konnte ich groß tun?
Die Menschen auf diesem Außenposten waren keine Krieger. Sie waren einfache Minenarbeiter und Köche, es waren Kinder, Frauen und Alte. Das ganze Projekt wiederte mich immer mehr an. Warum hatte ich mich dazu überreden lassen Kommandant eines solch waghalsigen Projekts zu werden?. „Computer lade Album 001“ hörte ich mich selbst sagen. „Lautstärke 9 von 10!“ Die Musik aus alten Zeiten dröhnte mir im Kopf, aber ich war für ein paar Minuten in einer anderen Welt. Ich spürte den Bass gerade richtig in meinem Bauch, als sich plötzlich sie Türe zu meinem Quartier öffnete. „Commander , sie haben Sie gefunden....“ Ich schnellte hoch. „ Computer Lautstärke 1! Was sagten sie?“ „Ich sagte sie haben Sie gefunden .“ Halb noch im Trance der Musik eilte ich los, Kurt hinterher in die Krankenstation.

Ich blieb am Rahmen der Türe zur Krankenstation stehen und wollte meinen Augen nicht trauen, was sie dort vernehmen mussten. „D.. D... DAS IST NICHT WAHR! DAS DARF NICHT SEIN!“ Mir wurde schwarz vor Augen.

Also ich wieder zu mir kam , dachte ich es war alles nur ein schlimmer Alptraum. Doch dann sah ich einen Graken zu mir eilen und wusste das ich nicht geträumt hatte. Schweißperlen der Angst rannen über meine Stirn. Ich wollte mich setzen, aber der Graken lies mich nicht. „Wie.... wie geht es ihr?“ der Graken schaute mir ins Gesicht und verzog es etwas. Ich stöhnte „NEIN, ALLES NUR DAS NICHT!“ Der Graken beugte sich über mich und ich konnte seine Stimme in mir vernehmen „Sie sollten sich jetzt etwas ausruhen“. Plötzlich verspürte ich einen Stich und mir wurde wieder komisch zumute.

Die folgende Nacht plagten mich die wildesten Alpträume. Immer wieder wachte ich auf um festzustellen, dass das alles wirklich passierte. Wenn ich nicht gerade von Alpträumen geplagt wurde lag ich in meinem Feldbett und weinte. Ich konnte es nicht mehr unterdrücken, aber es war mir alles egal. In meiner geistigen Abwesenheit beschloss ein weiterer Trupp von Forschern auszuziehen um Gesteinsproben zu sammeln und es kam wie es kommen musste. Auch sie wurden von den feindseligen Ureinwohnern dieses Planeten attackiert...kein Einziger überlebte. Doch es war mir egal.

Als die Graken mich wieder aus der Krankenstation entlassen hatten saß ich stundenlang einfach nur in meiner Kabine und lauschte den klängen der Musik des 20 Jahrhunderts. Ich begann meine Crew zu vernachlässigen, es gab kleinere Revolten, verteilt in der ganzen Basiseinheit, da man sich nicht darüber einig war, ob man hier bleiben sollte oder doch lieber den Planeten verlassen sollte, bis Verstärkung eintraf. Doch das alles war mir egal! Die Moral meiner Crew sank auf einen Tiefstpunkt, aber auch das war mir so egal geworden. Ich wollte nur noch alleine sein, alleine mit meinem Schmerz, meiner Trauer.
Das ganze System konnte mich gerade am Arsch lecken. Und ich lag im Bett und hört ununterbrochen Musik. Dann und wann kam ein Graken des vorbei und spritzte mir Nahrungsersatz damit ich nicht auch auf der neuen Sektion, dem Friedhof enden würde. Alle hatten mich verlassen, nur die Graken die eigentlich am wenigsten aus dieser Sache hier zogen standen mir noch bei. Ich war ihnen sehr dankbar dafür, leider konnte ich es ihnen nicht zeigen und beschimpfte sie jedes Mal wenn sie mir diese spritzen gaben. Die Graken waren für einen Menschen etwas sehr unverständliches. Egal was man ihnen tat oder sagte, sie schienen immer ein lächeln auf ihren verschlossenen Lippen zu haben und ließen beinahe alles über sich ergehen. Wenn es ihnen zuviel wurde dann gingen sie einfach davon und wurden erst nach ein paar Stunden wieder gesehen.

Es war beinahe ein Monat vergangen als plötzlich ein Graken in meiner Kabine stand. Ich starrte an die Decke und hatte wiedereinmal die Musik auf Anschlag, als mich seine Stimme durchfuhr wie ein warmer Sommerregen sich über den Nackten Körper ergießt. Es war jedes Mal wunderbar wenn eines dieser sonst stillen Wesen Kontakt mit einem aufnahm. „Commander , ihre gewünschte Fracht kam soeben an. Ich habe in ihrem Interessen den Frachtraum schon leeren lassen, da der Kreuzer schnell weiter musste da sich ein Ionensturm aufbraut“ Ich schaut ihm lange ins Gesicht und nickte dann. Er ging ab. Ich saß auf der Kante meines Bettes und starrte zur Türe. Ich weiß nicht mehr was mir alles in diesem Moment durch meinen Kopf ging, aber ein Graken wäre sicher so schnell er konnte aus meinem Gedankenradius verschwunden da er sicher einen Überreiz an Informationen bekommen hätte. Langsam sammelte sich das Leben in mir wieder.

Ich spürte wie sich kalte Wellen über meinen Körper ergossen als ich unter der Dusche stand. Ich musste endlich wieder einen klaren Kopf bekommen, um nicht noch mehr zu ruinieren. Langsam zog ich mir meine Jeans und den Pullover über meine Unterwäsche. Ein letztes Mal legte ich mich auf mein Bett und drehte die Musik auf Vollanschlag. Doch diesmal war es anders, ich trauerte nicht mehr etwas hinterher sondern überlegte mir meine nächsten Schritte. Als das Klavier verstummte stand ich auf.

Ich betrat die Kommandozentrale die, die geblieben waren verstummten. Mann konnte nur noch das surren und piepen der Maschinen hören. Es war beinahe wie in einem dieser alten Western. Wenn eine neue Hauptfigur einen Salon betritt und alle sich nach ihm umdrehen, die Tänzerinnen und der Klavierrist verstummen und eine bedrückende Stille entstand. Ebenso wie dann diese Hauptfigur an den Tresen geht und sich ein Bier bestellt begab ich mich zu meinem Sessel und sagte „Fähnrich aktuellen Stausbericht, sofort!“ Jeder schaute jedem ins Gesicht und der Fähnrich begann zu lächeln „Jawohl Commander, willkommen zurück“ „Und bringen sie mir eine Liste der verbliebenen Mannschaft“ Er nickte und eilte davon, wie ich es von ihm gewohnt war“ Langsam kehrte wieder das Leben in die Kommandozentrale so wie es langsam in mich zurückkehrte. Ich studierte das Material über die Aggressoren und musste zu meinem bedauern feststellen das sie tatsächlich Immun gegen Laserwaffen waren. Ihre Schleimige Haut schien die Energie des Strahles zu absorbieren und in Körpereigene Energie umzuwandeln. Zum Glück hatte ich vor meinem kleinen Tief Schusswaffen mit Hülsenmunition aus dem Lager beordert. Ein Versuch war es wert, denn was hatten wir noch groß zu verlieren? Der Fähnrich brachte mir eine Liste mit den verbliebenen Menschen auf Sirrius 6. Es war ein trauriger Anblick, wie viele mich verlassen hatten, aber ich war auch selbst Schuld. Es war so weit gekommen das durch die Auswanderung und Angriffe der Aliens Menschen und Graken im gleichem Verhältnis auf dem Planeten waren. Ich seufzte kaum hörbar. Was soll ich mit einem Haufen der Hauptsächlich aus Mechanikern, Frauen und pazifistischen Medizinern bestand groß gegen eine Übermacht von Aliens anstellen? Ich lehnte mich in meinen Sessel zurück und lies mir einen Kaffee reproduzieren. Nach einem kräftigen Schluck, bei dem ich mir den Mund verbrannte, weil ich vergessen hatte wie heiß Kaffee sein kann überflog ich kurz die Liste der Waffen die ich durch die Lieferung erhalten hatte. Ich hatte Pistolen, Pumpguns, Flammwerfer , ein paar Panzerfäuste und verschieden große MG-Stellungen die bei bedarf auch in die hand genommen werden konnten. An Waffen fehlte es mir also nicht, nur an jenen die sie bedienen mussten. Ein weiterer Nachteil war auch, das ich nicht aus dem Schutzschild schießen lassen konnte, da anders als bei Laserwaffen ich den Schild deaktivieren musste um die Projektile ihr Ziel treffen zu lassen.

Wieder vergingen mehrere Wochen in denen ich Tag für Tag nach einer Lösung suchen musste um mich meiner Feinde zu entledigen, doch ich kam immer mehr zu dem Entschluss das es sinnlos sei hier auf diesem Planeten weiter zu verharren. Meine Mission sei dann zwar gescheitert, aber ich würde weitere sinnlose Opfer vermeiden. Doch dann kam alles anders. Wir empfingen die schwachen Signale eines Dropships, welches in einen Meteoritenhagel gekommen sein musste. Sie sendeten auf der Notruffrequenz und suchten verzweifelt nach einer Möglichkeit ihr Raumschiff reparieren zu lassen , da zu allem übel auch noch ihr Tank ein Leck bekommen hatte. Natürlich ließen wir sie in unserem Dock einfliegen, um ihr Schiff zu reparieren, wir waren trotz allem ja keine Unmenschen geworden, im Gegenteil, wir waren froh über jedes neue Gesicht das wir hier auf dem Planeten sahen, das nicht im Körper eines schleimigen primitiven Aliens war. Doch diese Burschen hätten wir lieber nicht zu uns beten sollen. Als ich sie sah umfuhr mich ein seltsames Gefühl, als ob sie nicht die waren für die sie sich gaben.
Sie meinten sie seien nur Händler die auf ihren Reisen durch das System in ein Meteoritenhagel gekommen seien.

Sie waren mehrere Tage beschäftigt damit ihr Schiff zu reparieren. Ich befahl meinen Mechanikern ihnen zu helfen, da sie eh nichts besseres zu tun hatten. Die Graken kümmerten sich um jene die durch den Hagel Verletzungen davon getragen hatten und ich führte ab und an einen kleinen Plausch mit dem Kapitän des Schiffes. Dieser war trotz allem was wir redeten ein recht stiller , fast schon geheimnisvoller Geselle. Immer dann wenn es darum ging was für Abenteuer er schon mit seiner Crew erlebt hatte war er so Lebendig wie man nur sein konnte, sobald es aber um seine Aufträge und Fracht ging wurde er still und hatte dringende Angelegenheiten mit seiner Crew zu bereden. Eines Tages entdeckte ich wie ein Mitglied seiner Crew unerlaubterweise meine Lager durchsuchte. Ich stellte ihn und seinen Kapitän zur rede doch erhielt nur Barsche antworten auf meine Fragen. Ich gab mich vorerst damit zufrieden, ich wollte nicht auch noch Ärger innerhalb des uns schützenden Schildes heraufbeschwören. Dennoch war ich von nun an vorsichtiger geworden und achtete genauer auf das was der Kapitän bei einer guten Tasse Kaffee zu erzählen hatte. Ich kommandierte meine besten Späher ab, die Crew nicht aus den Augen zu lassen. Den Kapitän nahm ich mir vor.

Und so kam es dann das ich eines Tages ein Gespräch mit ihm und seinem ersten Maat mitbekommen hatte. „Ist alles klar für unseren großen Abgang?“ „Aye, Sir! Die werden nicht mehr wissen wo oben und unten ist wenn ihre sogenannten Händler plötzlich ihre Waffen und sonstigen Schätze mit sich nehmen...“
„Ist mit Widerstand zu rechnen?“ „Nein, Sir! Sie haben nur Frauen, Kinder, Arbeiter die selten überhaupt eine Waffe in ihren Händen gehalten haben und diese überaus dämlichen Graken, die sich nicht einmal wehren würden wenn man vor ihren Augen einen der ihresgleichen töten würde.“ Ein ekliges Gelächter kam aus ihren Mündern und dich traute meinen Ohren nicht. Ich musste schleunigst etwas unternehmen.

Am folgenden Abend nahm ich den Kapitän des Schiffes mit zu meiner Lieblingsstelle, von der aus ich früher immer gerne die Spiralnebel und Sterne betrachtete. Er wollte zunächst nicht mit mir gehen , ich konnte ihn aber dann dennoch überzeugen mit mir zu gehen. Da standen wir also , an einer 25 Meter tiefen Schlucht und betrachteten Sterne. Der Kapitän schien sichtlich Gelangweilt machte aber dennoch gute Miene zum bösen spiel. Ich konnte nur hoffen das mein Plan aufging. Wir standen mehrere Stunden als plötzlich die Aliens angriffen. Endlich war es soweit! Ich nahm mein Fernrohr und drückte verschiedene Knöpfe. Der Kapitän versuchte verzweifelt die Aliens mit seiner Laserpistole in Schach zu halten, hatte aber keine ersichtlichen Erfolge. Man sah ihm die Angst an, er wollte nicht sterben. Ich hatte derweil mein ehemaliges Fernrohr mit diversen Utensilien aus meiner Tasche zu einem Raketenwerfer umgebaut. „RUNTER, SOFORT!“ Ich konnte gerade noch rechtzeitig einen Schuss abfeuern bevor ein Haufen Aliens sich auf den Kapitän stürzen konnten. Ich zog eine weiter Waffe aus meinem Rucksack hervor und gab sie eilig dem Kapitän, dieser nickte nur und streckte einen Alien nieder der gerade dabei war ihn anzufallen. So bahnten wir uns unseren Weg zur Basis zurück. Dort angekommen brachen wir beide vor Anstrengung und unterdrücktem Adrenalin zusammen.

Als der Kapitän in der Krankenstation zu sich kam war ich bereits wieder Fit und saß wiedereinmal in meinem Quartier und hoffte nur darauf das er ein Funken Ehre in sich trug. Und tatsächlich, er schien mir sehr dankbar über seine Rettung. Wir setzten uns zusammen in die Kantine und aßen etwas. Er bedankte sich mindestens so oft bei mir, wie er die Geschichte aus seiner Sichtweise erzählte. Er schien gar nicht so hart zu sein wie er vor seinen Crewmitgliedern gab. Ich vermute eher das er immer im Hintergrund saß wenn sie ihre Aktionen durchgeführt hatten. Ich redete Klartext mit ihm. „Kapitän Larosse...“ „Nennen sie mich Francois.“ Ich nickte. „Ich möchte mit dir über dich, deine Crew und eure Abreise reden...“ Er schien sich bei diesem Satz zu verschlucken und prustete etwas. „Ich konnte vor ein paar Tagen ein Gespräch mit dir und deinem ersten Maat mithören.“ Er wurde bleich. „Ja?“, kam es zaghaft aus seinem Mund. „Francois halte mich bitte nicht für vollkommen bescheuert! Ihr seid gewiss keine Händler! Oder warum sollte ein Händler eine dermaßen zwielichtige Crew anheuern?“ „Du wusstest unser vorhaben und hast mich trotzdem da draußen gerettet?“ Ich nickte. „Ja, ich habe darauf gehofft das du tief in deinem innersten ein guter Kerl bist.“ Ich betrachtete ihn eine Weile, dann sagte ich: „Du hast nun 3 Optionen.
Du nimmst deine Leute und dein repariertes Schiff und fliegst weiter , raubst den nächsten aus und machst weiter so wie gehabt, oder du nimmst dir das weswegen ihr eigentlich hier seid, dann kannst du mir aber gleich eine Kugel in den Kopf jagen denn ohne diese Waffen haben wir keine Chance mehr, und du kennst die momentane Lage! Aufgrund des Interstellaren Krieges sind Waffen so rar wie Sauerstoff auf einem Planeten ohne Atmosphäre geworden, oder....“ Er schaute mir tief in die Augen „Oder...?“ „Oder du bleibst mit deiner Mannschaft hier und hilfst mir diesen Planeten von diesen Missgeburten der Hölle zu befreien...“ Er schlürfte an seinem Scotch und fuhr sich mit seiner rechten Hand über seine Lippen. Dann nickte er und mein Herz pochte so schnell und laut wie noch nie. „Ich helfe dir, das bin ich dir Schuldig!“ Mein Herz schlug langsamer und ein erleichtertes Lächeln schlug sich auf meine Lippen.

Am Tag darauf wiesen Francois ’s Männer die zurückgebliebenen Menschen in den Gebrauch der Waffen ein. Ich ging in den verschiedenen Lehrzimmern auf und ab und musste zu meinem Bedauern feststellen, dass sie eine Menge an Arbeit vor sich hatten. In einer der größeren Pausen traf ich auf eine Ansammlung von Graken. Einer unter ihnen, ich wusste nicht wer es war da sich ihre mentalen Stimme alle sehr ähnelten, nahm Kontakt mit mir auf. „Wir haben beschlossen uns euch anzuschließen“ Ich schaute sie an und fragte mich was sie damit wohl meinten. „Was wir damit meinen? Ihr bekämpft jene die dafür schuld sind das schon so viele eurer Art gestorben sind. Wir haben uns dazu verpflichtet euch medizinisch auf lange Zeit beizustehen, deshalb ist es wohl das sinnvollste euch bei eurem Vorhaben, jene zu vernichten die euch vernichten wollen zu unterstützen, um zu vermeiden das ihr unsere Dienste im großem Umfang benötigt!“ Ich war erstaunt darüber das sie unsere Gedanken lesen konnten, das taten sie sonst nie. Einer unter ihnen fing an zu lächeln. „Nun wir haben es nur nie gezeigt das wir es können“ „Aber ihr seid doch sonst so friedfertig, weshalb solltet ihr auf Gewalt zurückgreifen?“ „Nun ein Kind im frühen Alter lässt sich gerne von seinen Eltern beschützen, wird es jedoch älter so ahmt es seine Eltern nach und versucht auf eigenen Beinen zu stehen bis es dann flügge wird!“ Diese Worte berührten mich sehr und eine kleine Träne bildete sich in meinem linken Auge, jedoch wurde mir bewusst welche Folge diese Handlung mit sich ziehen würde. Sie würden uns verlassen sobald alles vorbei ist. Ich nickte. “ Meldet euch bei den Piraten, sie sollen euch einlernen. Als sie an mir vorbeigingen drehte ich mich nach ihnen um und rief ihnen hinterher „Danke, Freunde“ wieder traf mich eine ihrer Stimmen „Ihr müsst euch nicht bei uns bedanken, wir stehen in euerer Schuld, soviel konnten wir schon von euch lernen!“ und sie zogen ab in die Lehrzimmer. Es war wohl die beste Entscheidung sie das tun zu lassen ,dass sie wollten, immerhin waren sie immer treu ergeben.

Nach einigen weiteren Tagen konnten wir uns endlich der auserirdischen Macht werhaft werden.Leider hatten wir auch auf unserer Seite noch zu hohe Verluste, denn der jedesmal wenn der Schild abgeschalten wurde gelang es Einigen der Aliens in die Basis vorzudringen und dort für Chaos und Zerstörung zu sorgen.Nun, und das war das allerwichtigste, sie merkten, dass sie es nun mit Feinden der gleichen Grösse zu tun hatten und ihre Angriffe kamen nicht mehr so häufig.
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